von Diana Weißbach (gesendet: So 01.07.2012 15:18)

Nachdem unser Termin etwas eingekeilt war zwischen zwei weiteren Berliner Triathlons eine Woche vorher und eine Woche nach uns, kamen doch erstaunlich viele Mannschaften wieder nach Strausberg. Insgesamt 46 Staffeln und ein wagemutiger Einzelstarter mit einer kühnen Wette – dazu aber später.

Petrus hatten wir auf jeden Fall schon mal auf unserer Seite – mit blauem Himmel und Sonnenschein startete der Tag. Auch die Wassertemperatur war im Vergleich zum Vorjahr (13°C) dieses Jahr nahezu gemütlich – 18°C wurden gemessen.

Als Erstes gingen die Volksdistanzler an den Start. Fast pünktlich mit akademischen Viertel erfolgte um 10.45 Uhr der Startschuss für die Startschwimmer. Das TriTeam Berlin 1 (Thieme/Schellenberg/Askar) konnte dabei mit der schnellsten Schwimmzeit als erstes Team auf das Rad steigen, musste jedoch im Laufe des Rennens ihren Vorsprung an die ersten drei Teams abgeben. So standen zum Schluss folgende Teams auf dem Siegerpodest:
1. Bekele Racing Team (Rosenheinrich/Schüler/Globisch)
2. BSV Friesen LOK (Laschinsky/Zachow/Weber)
3. RaMaRa (Sblewski/Kirchhoff/Wille)

Um 11 Uhr folgten die Staffeln über die Olympische Distanz. Und hier wurde es auch spannend. Denn es lief eine tollkühne Wette nebenher. Die Jungs des Tri Team FIKO aus Rostock (Weu/Reis/Winkelmann) wetteten mit ihrem Vereinskollegen Christian Nitschke (zweimaliger Gewinner auf der Langdistanz beim OstseeMan im Jahre 2010 und 2011), dass ihr Team schneller ist als er alleine auf der Olympischen Distanz. Die drei FIKO-Jungs gaben demnach auch gleich richtig Gas beim Schwimmen und kamen als erste Staffel nach 18:26min aus dem Wasser, dicht gefolgt von den Potsdamer Jungs (Höhlbaum/Niklas/Seufert), den FIKO-Jungs II (Holz/Schäfer/Behrens) und der Berliner Staffel des TVB 09 – den Panzerknackern (Seifert, Opitz, Riedrich). Aber schon als „5.Staffel“ nahte auch Christian Nitschke mit einem Rückstand von knapp 2 Minuten. Auf der Radstrecke wurde sich dann auch nichts geschenkt, sodass die ersten 3 Teams relativ dicht gefolgt aufeinander auf die Laufstrecke gingen. Christian Nitschke gelang es indessen zumindest auf das 2. Team der FIKO-Jungs aufzuschließen. Nun sollte also der Lauf entscheiden. Auf schattiger Strecke entlang des Strausberger Sees wurde geschoben, gekämpft und überholt. Besonders durch seine starke Laufleistung gelang es Christian Nitschke entscheidende Meter aufzuholen und zumindest seinen Wettpartner, die erste Staffel des FIKO-Teams zu überholen. Des einen Triumph ist des anderen Niederlage. Spannend war es aber bis zum Schluß. Daher vielen Dank für diese bezaubernde Einlage nach Rostock.

Am Ende sah es bei den Staffeln auf dem Siegerpodest wie folgt aus:
1. Panzerknacker (Seifert, Opitz, Riedrich)
2. Potsdamer Jungs (Höhlbaum/Niklas/Seufert)
3. Tri Team FIKO Rostock (Weu/Reis/Winkelmann)

Auch bei den Mädels war es spannend bis zum Schluss. Das „Projekt Angriff“ (Oswald/Liebnitzky/Weißbach) machte seinem Namen zu Beginn alle Ehre und ging als erstes auf die Radstrecke. Mit einem guten Abstand von knapp 3 Minuten folgten die Verfolger-Mädels des SCC Berlin Triathlon (Wolpert/Thamms/Haas) und weitere 5 Minuten später die Damen des VfV Spandau (Schaefer/Doneit/Rülke). Auf der Radstrecke gelang es den SCC-Mädels allerdings schon 28 Sekunden aufzuholen, womit das Projekt Angriff eigentlich noch immer 2:30min Vorsprung beim Laufen hatte. Auch hier hieß es nun schieben, schieben, schieben. Da meistens die Laufleistung im Team etwas differgiert, wird der langsamste Läufer durch seine Teamkollegen geschoben. Eine üblich, regelkonforme aber qualvolle Methode für den Laufschwächeren im Team. Die SCC-Mädels erwiesen sich jedoch als deutlich laufstärker und überholten mit gutem Schwung das Projekt Angriff und konnten sogar nicht einholbaren Vorsprung herauslaufen.

So kamen folgende Teams am Ende auf das Podest:
1. SCC Berlin Triathlon Mädels (Wolpert/Thamms/Haas)
2. Projekt Angriff (Oswald/Liebnitzky/Weißbach)
3. VfV Spandau Frauen (Schaefer/Doneit/Rülke)

Alle Siegerteams konnten sich neben Pokalen auch über Sachpreise von Vitargo (Sportlernahrung – „Das ultimative Kohlenhydrat aus Schweden“) und Holmes Place (Das Fitnessstudio am Ostkreuz in Berlin) freuen.