2015-07-25 182344 Sport-Dt-Mueritz A3K Claudia 001 900... Mongolen bei der Love Parade entkommen – Meine Mitteldistanz in Waren/Müritz

Der Wind hatte am vergangenen Wochenende einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Verlauf des Tages.
Fangen wir also mal am Ende des Tages an: Nach Beendigung der Halbdistanz in Waren/Müritz wollte ich möglichst schnell nach Hause in die Badewanne, aber so einfach sollte das nicht werden. Den Zug um 19:30 Uhr Richtung Berlin haben wir wegen massiver Probleme beim Bedienen des Fahrkartenautomaten knapp verpasst.

Während die Züge bis zu diesem Zeitpunkt alle 30-60 Minuten nach Berlin fahren, ändert sich dieser Rhythmus nun auf zwei Stunden Abstand. Scheibenkleister ....

Der Schusselkopf und seine Geldbörse

Aber Glück im Unglück: Die äußerst freundliche Bahnhofsvorsteherin ruft uns über die Gleise zu, ob wir noch im Besitz unseres Portemonnaies wären - kurze Suche – tatsächlich, ist nicht mehr da - Gänsekopf Holger, ist ja nix neues bei mir. Nach kurzer Beschreibung bekomme ich das gute Stück mit vollständigem Inhalt ausgehändigt - es gibt doch noch Ehrlichkeit unter den Menschen. Die Bahnhofsvorsteherin informiert uns weiterhin darüber, dass es beim nächsten Zug zwischen Fürstenberg und Oranienburg Schienenersatzverkehr (SEV) geben wird, was die Fahrzeit um 90 Minuten verlängern wird - toll. Hoffentlich dürfen die Fahrräder wenigstens im Bus mitgeführt werden.

Zwei Stunden später sitzen wir in der Bahn und sind gespannt, was uns erwartet. Beim Schaffner bitten wir um Fahrradtickets - die haben wir am Automaten bis zum Schluss nicht lösen können. Der gute Mann meint, das interessiere ihn nicht, da unser weiterer Reiseverlauf eh sehr ungewiss sei. Es schließt sich ein sehr unterhaltsames Gespräch über die Bahn und Triathlon an. Ich habe selten so entspannte und freundliche Bahnmitarbeiter erlebt.

In Fürstenberg dann das böse Erwachen - als SEV wird ein viel zu kleiner Bus zur Verfügung gestellt. Frage: „Wann kommt der nächste Bus? Antwort: „Welcher nächste Bus?“

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Die Bahn denkt mit

Da verstehe jemand die Bahn. Ferienzeit, Urlaubsregion, Verbindung in die nächste Großstadt und es wird ein Spielzeugbus eingesetzt. Zu allem Unglück - Fahrradtransport nicht erlaubt - StVO. Die spinnen, die Römer (Bahnverantwortlichen).
Am Ende mit viel Drängeln, Schieben und Unterstützung des schon bekannten Schaffners stecken wir dann doch irgendwie im überfüllten Bus. Das Fahrgastpublikum stellt einen Querschnitt des typischen Wochenend-Urlauberklientels dar: übermüdete Kinder, ältere Herrschaften, eine ruhige türkische Großfamilie, ein abgekämpfter Freizeittriathlet und mehr oder weniger stark alkoholisierte Kurzurlauber.
Vermuteter Verlauf der Fahrt also lustig bis anstrengend. Für 70 Minuten sicher kein großes Problem. Aber hier kommt nun der Wind ins Spiel, der hatte mich ja schon seit dem Schwimmstart am Mittag auf unangenehme Art begleitet.
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Umgepusteter Baum bringt Verkehr zum Erliegen

Irgendwo im Brandenburger Niemandsland blies er einen wirklich stattlichen Baum auf die Straße und stoppte so den Verkehr in beide Richtungen. Drei Halbstarke (durch Akohol ein wenig übermotiviert) meinten: "Das Ding räumen wir beiseite". 20min später dann kleinlaut: "Das ist doch ein richtiger Baum - die Feuerwehr wird das schon machen". Die ortsansässige Freiwillige Feuerwehr tat ihr Möglichstes, brauchte aber doch ca. zwei Stunden und mehrere Methoden, um das Hindernis zu beseitigen.

Nun wurde es uns doch langsam ein wenig anstrengend. Irgendwann weit nach Mitternacht durften wir dann aber doch wieder in einen Zug Richtung Berlin einsteigen - dieser sah aus, als hätten die Mongolen oder sonst wer drinnen gewütet. Der Boden klebte wie von Pattex-Kraftkleber überzogen. Waren wohl die Auswirkungen der "Zug der Liebe"-Techno-Parade vom gleichen Tag.

Ende gut, alles gut - gegen 1:45 Uhr durfte ich meine Haustürschlüssel, völlig geschafft, ins Schloss stecken und 15 Minuten später Platz in der Badewanne nehmen.

Aber weg vom Reisebericht für die Interessierten - Wie lief der Tag aus sportlicher Sicht? Am Ende sollte die Zahl 14 eine besondere Rolle spielen.

Der Sportliche Teil des Tages

Ähnlich wie im letzten Bericht von >>>Denis fängt die Geschichte schon ein paar Wochen früher an. Als meinen ersten Saisonhöhepunkt hatte ich die Mitteldistanz in Moritzburg auserkoren. Vier Tage vor dem berühmten Kanonenschuss am Schloss von Moritzburg sorgte ein gemeiner kleiner >>>Kobolt für einen Sturz und eine ziemlich lädierte Schulter. So fiel Moritzburg für mich aus – und Schwimmen war für einen Monat auch gestorben.

Mitteldistanz beim Müritz-Triathlon als Ersatz für Moritzburg

Glücklicherweise konnte ich schon nach zwei Wochen wieder aufs Rad und nach drei Wochen auch wieder vorsichtig die Laufschuhe schnüren. Der Heilungsprozess verlief dann so, dass ich mir für den Sommer doch noch Gedanken
um eine Ersatz-Mitteldistanz machen konnte. Wenn alles passt, sollte der Müritztriathlon dafür genau passen - nah, schöne Gegend, bezahlbar, tolle Atmosphäre und ein meist gutes Starterfeld.

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Überraschenderweise sind dort auch immer noch kurzfristig Startplätze zu ergattern. Kurz nach geglücktem Triathlontest beim Sprint in Templin stand die Entscheidung fest - Müritz ich komme! Ich war ja schon im letzten Jahr dort und hatte noch was gut zu machen. Am Ende musste ich mich nicht mal um die Anmeldung kümmern, konnte einfach den (verletzungsbedingt) vakanten Startplatz von Vincent übernehmen. (Dank an Vincent fürs Ummelden!). Die Ummeldung klappte problemlos und ich bekam die Startnummer 14 mit dem Namenszug „Vincent“ ausgehändigt.

 

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Das Rennen

Die Anreise war - wie leider fast immer - ein bisschen knapp kalkuliert, nur dank des ortskundigen Winfried holten wir auf dem Weg von Wittenberge nach Waren noch eine knappe Viertelstunde auf und ich stand am Ende pünktlich zum Startschuss (aber ohne Einschwimmen) an der Startlinie. Zuvor in der Wechselzone klapperten die Kampfrichter alle Teilnehmer mit Scheibenrad ab und mahnten diese wegen der inzwischen starken Winde zur Vorsicht auf der Radstrecke. Zudem baten sie, sofern vorhanden, um die Nutzung von Ersatzhinterrädern statt der schnellen Karbonsegelscheiben.
Im Umfeld habe ich dann auch ein paar bekannte Gesichter getroffen. Vincent wollte sich das Spektakel wenigstens vom Rand anschauen, Ole und Pascal (frisch Papa geworden) starteten wie bereits im Vorjahr, mit unterschiedlichen Ambitionen.

 

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Stürmische Vorfreude

Diesmal war übrigens ein besonders prominenter Starter dabei: >>>Andreas Raelert läutete seine zweite Saisonhälfte ein - es fehlten noch ein paar Punkte für den Start auf Hawaii. Ist ja auch nur ein Katzensprung von Rostock an die Müritz für eine Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen.

Im letzten Jahr wurde ich vom späteren Sieger Florian Seifert bereits bei Laufkilometer fünf überrundet (zwei Laufrunden á 10 Kilometer). Na mal sehen, ob ich das diesmal ein bisschen günstiger gestalten kann. Ist auf jeden Fall cool, mit solchen Leuten am Start zu stehen. Mit dem Schwung vom guten Regionalliga-Wettkampf der Vorwoche war meine Vorfreude trotz der stürmischen Bedingungen recht groß.

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Entspanntes Brustschwimmen nach Turbulenzen

Das Einschwimmen fand ohne mich statt. Meine Ambitionen in dieser Disziplin sind auch am geringsten. Einfach versuchen, locker über die 2000 Meter zu kommen, ohne der Schulter zu viel zuzumuten. Leider verpasste ich den Wasserschatten von Andi Raelert schon am Start relativ deutlich - das ging aber allen anderen Teilnehmern ebenso.

Schlimmer noch, mit Erreichen des freien Wassers (außerhalb des Strandbades) war die Kombination aus Wellengang und Mitschwimmern für mich so unbeherrschbar, dass ich nach viel geschlucktem Wasser für einige Minuten auf entspanntes Brustschwimmen umsteigen musste.

Die Orientierung war auch nicht ganz leicht, da sich kurz vor dem Start die erste Markierungsboje im Auf und Ab der Wellen bereits selbstständig gemacht hatte. Nach dem ersten Viertel der Gesamtstrecke konnte ich dann doch wieder
ins Dembowskische Hundepaddeln wechseln und das auch bis zum Ende beibehalten: Platz 48 in 38:39 Minuten nach dem Schwimmen und damit eine Minute und acht Plätze besser als im Vorjahr.

Beim Erreichen der Wechselzone war Ole sogar noch zu sehen. War wohl doch gar nicht so übel, der Schwimmpart.

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Nach zehn Kilometern überhole ich das Telekom-Rad

Endlich wieder festen Boden unter den Füßen, läuft es bei mir ab jetzt üblicherweise deutlich besser. Auf dem Rad habe ich nicht immer das richtige Tempogefühl und habe so im vergangenen Jahr auf dem letzten Drittel der Strecke viel Zeit liegen gelassen.

Dieses Jahr hatte ich mir Besserung gelobt und wollte auch im Angesicht der heftigen Winde am Beginn nicht übertreiben. So richtete sich der Blick während des Rennens nicht nur auf das Gefühl in den Oberschenkeln, sondern auch immer wieder zur Pulsuhr, um mich selber zu zügeln.

Die Strategie funktionierte richtig gut und bereits nach zehn Kilometern war der gute Radfahrer Ole, auf seinem Magenta-Flitzer, erreicht - das gelang mir bisher noch nie. Hoffentlich war's nicht doch zu schnell. Bis zur Halbzeit des Rennens waren die beiden A3K-Einteiler weitgehend immer recht dicht beieinander und konnten sich so gegenseitig gut motivieren.

Kurz zuvor gab es aus Richtung des Vorderrads unheilvolle Zischgeräusche. Nach zehn Sekunden war das Loch wieder zu - die seit dieser Saison genutzte Pannenmilch hat funktioniert. Puhhhh, Schwein gehabt.

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Wo ist denn der 37. Gang?

Was machte der Wind? Auf den jeweils ersten 20 Kilometern der Wendepunktstrecke sorgten Windstärke 5 und noch stärkere Böen dafür, dass auf den Bergabpassagen trotz 120iger Trittfrequenz die Gänge nicht mehr ausreichten, um genug Vortrieb zu erzeugen - Holger im Geschwindigkeitsrausch. Aber wie wird es auf dem Rückweg sein - nur nicht daran denken, ist ja für alle gleich. Auf dem Rückweg gab es dann Streckenabschnitte, wo sich der Tacho nur mühsam über die 20-Km/h-Marke bewegen ließ. Die Scheibe war übrigens kein Problem, bei Böen hatte ich eher Mühe, das Vorderrad und damit den Lenker in der Spur zu halten.

Diesmal habe ich mich von den deprimierenden Geschwindigkeiten aber nicht verrückt machen lassen und bin einfach weiter nach Gefühl und Pulsmesser gefahren. Das lief auch bis zum Ende der zweiten und damit letzten Radrunde prima, und so stieg ich als 16. mit der 14. Radzeit vom Rad. Für mich sehr gut.

In der Wechselzone stolperte mir ein Mitstreiter noch direkt vors Rad - auch das Fahrradschieben will beherrscht werden.

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Der Laufpart – das hellblaue Trikot immer im Blick

Wo ist >>>Andreas Raelert? - Wann überrundet er mich? Das waren meine ersten Gedanken beim Laufen. Schnell wurden diese Gedanken von schnellen Schritten hinter mir vertrieben. Blick über die Schulter - ahhh, das Trikot war auch schon beim Radfahren immer in meiner Nähe. Irgendwann werde ich den Kollegen schon loswerden.

Meine Beine fühlen sich gut an. Tempo vier Minuten pro Kilometer - ganz schön schnell, aber die Beine sagen: alles ok. Denkste - weit gefehlt. 4er Schnitt ist viel zu schnell für mich und ab Kilometer sieben sahen auch die Beine ein, das ist zu schnell.

Also ließ mich das vom Radeln bekannte Trikot grußlos stehen und zog ohne mich von dannen. Positiv war jedoch zu vermelden: Andreas R. war noch nicht an mir vorbeigezogen. Inzwischen hatte ich ein sinnvolles Tempo gefunden und hatte auch schon zwei oder drei Mitstreiter überholt.

Bei Kilometer elf oder zwölf kam mir gazellengleich der mit weitem Abstand führende Andreas Raelert entgegen - was für ein schöner Laufstil. Das ist echt 'ne andere Welt. Aber überrundet wurde ich diesmal nicht – es scheint wirklich gut zu laufen.

Seit zwei oder drei Kilometern sehe ich auf den längeren Geradeausstrecken auch immer mal einen hellblauen Einteiler vor mir - ist der eventuell noch zu bekommen? Ich bin wohl ein bisschen schneller, aber der Abstand verringert sich nur gaaaanz langsam. Holger: Schön locker bleiben und auf den letzten fünf Kilometern mal schauen, was noch geht.

 

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Motivierende Worte vom Streckenrand

Kilometer 15: immer noch 400 Meter bis zum Mann in himmelblau. Zwischendurch abklatschen mit Ole und Pascal - immer wieder motivierend, die vertrauten Vereinsfarben zu sehen. Claudia, Vincent und Winfried helfen mit guten Worten vom Streckenrand - das brauche ich auf dem letzten Drittel der Laufstrecke wirklich.

Noch drei Kilometer bis zum Ziel, der Abstand zum Vordermann bleibt. Vorsichtige Versuche, noch etwas schneller zu laufen – nee, das wird wohl nichts. Genieße die letzten Kilometer mit vielen Zuschauern und Applaus, es wird eine gute Platzierung und 'ne gute Zeit bei schweren Bedingungen. Stattdessen kommt jemand von hinten heran- und vorbeigeflogen. Startnummer 42, groß, Riesenschritte, Wahnsinnstempo, wo kommt der nur her? - das ist eine ganz andere Liga. Am Ende mit drittbester Laufzeit (1:19 Stunde für 20,3 Kilometer).
Noch zwei Kilometer - bin ich wieder etwas näher gekommen? Weiter, weiter, nicht nachlassen vielleicht wird das noch ... oder doch lieber entspannt den Zieleinlauf genießen.

Noch einen Kilometer  - gleich am Strandbad - und die Quälerei ist vorbei – 60 Meter zum Mann in Hellblau - zu weit - Erinnerung an die Koppeleinheiten mit Endbeschleunigung und an Schneeberg im letzten Jahr. Zähne zusammenbeißen, noch 300 Meter.

Strandbad und hellblauer Einteiler sind erreicht - wird er dagegenhalten? Nicht mehr nachdenken, nicht umdrehen, nicht nachlassen bis zum Ziel. Geschafft.

Juhu, hat doch noch gereicht. Bin aber auch heilfroh, dass es vorbei ist. Schulterklopfen vom hellblauen Einteiler. Begrüßung im Ziel, dazu Kuchen, Cola, Wasser und nach fünf Minuten Erholung auf dem Rasen ein erfrischendes Bad in der Müritz.

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After Show

Ein paar Zielfotos von Ole und Pascal gemacht. Weiter futtern und trinken - die Schokomuffins waren mir deutlich lieber als die Bockwürste. Noch eine Runde baden. Zwei Kilometer auslaufen. Ein bisschen Quatschen im Wechselgarten. Der Siebentplatzierte Valentin v. O. spricht mich an, da er sich mit dem Gedanken trägt, nächstes Jahr unserem Verein beizutreten. Das Männerteam würde sich wohl freuen, denke ich. Valentin ärgert sich ein bisschen, da er das Preisgeld um einen Platz verpasst hat.

Andreas R. sitzt mit Freundin und Hund gemütlich und ziemlich frisch an einer etwas windgeschützten Stelle im Zielbereich, muss hin und wieder ein paar Fotos mit den Teilnehmern machen lassen.




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Herr Raelert, bitte gehen Sie aus dem Bild (hier kommt der Sieger der AK M45)

Irgendwann lasse ich mich dann zusammen mit Vincent und Hund auch noch ablichten, wer weiß, ob sich so eine Gelegenheit nochmal ergibt; im IRONMAN-Zirkus bin ich voraussichtlich demnächst nicht unterwegs.
Neugieriger Blick auf die Ergebnisliste: 4:12:01 Stunden - Klasse. 14. Platz und die AK45 gewonnen. Dass ich das nochmal erleben darf, hätte ich wirklich nicht gedacht - im Duathlon kann das mit ein bisschen Glück vielleicht passieren, aber im Triathlon als Bleiente - und das mit der Vorgeschichte. Ich bin nun gar nicht mehr so traurig über den verpassten Start in Moritzburg.
Nach der Siegerehrung mit einem ganz hübschen Glaspokal geht´s ab nach Hause, aber das ist eine andere Geschichte ...

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So lief es bei den anderen A3K-Startern

Auch wenn Ole immer wieder betont, es gäbe inzwischen Wichtigeres als Triathlon, weiß man nicht so recht, wie ernst das gemeint ist. Sein Rennen sah jedenfalls nicht so aus, als ob er nicht doch ein bisschen trainiert. Einzig die Wechselzeiten sind altersgemäß. Dank eines sehr guten Radsplits in 2:05:30 Stunden (19.) mit anschließendem soliden Lauf reicht es für den Mann mit dem wehendem Haar für Platz 30 und Platz 2 in der AK50. Deutliche Verbesserung zum Hitzerennen im vergangenen Jahr. Vielleicht kann man ihn in Zukunft doch nochmal für das eine oder andere Rennen der Regionalliga begeistern.

Pascal ließ es sich trotz ganz frischer Vaterschaft und einigen Trainingsrückstands (wegen Babybettbauprojekt) nicht nehmen, zum dritten Mal in Waren zu starten. Besonders die Zeit beim ersten Wechsel legt den Verdacht nahe, dass er nach dem Wechsel noch einmal Windelwechseln eingeschoben hat. Sorry, war nur Spaß.
Die Zeit war diesmal nicht wichtig. Demnächst ist er laut eigener Aussage auch wieder regelmäßig beim Schwimmen dabei. Belohnung am Ende ein Foto mit Andreas Raelert und seinem Nachwuchs.

Fazit:

mit dem Schwung vom >>>Regionalliga-WE in Havelberg und ausgeruht von einer Woche Radel-Urlaub ging es trotz seeehr windiger Bedingungen für mich richtig gut - man merkt dem Bericht die Zufriedenheit sicher an. Am Ende mit Startnummer 14 und der 14ten Radzeit auf dem 14. Platz gelandet. Und als Randnotiz - beim Wechseln insgesamt auf die Sekunde gleich mit Andreas Raelert ;-)

Schön, auch wieder weitere blau-weiße A3K-Einteiler getroffen zu haben. Andi Raelert mal im eigenen Rennen laufen zu sehen, war eindrucksvoll. Ich war bestimmt nicht das letzte Mal bei dieser schönen Mitteldistanz nicht weit von zu Hause dabei.

Nun muss ich erstmal wieder Kraft sammeln nach drei Triathlon-Wochenenden in Folge. Eine Woche nach dem Müritztriathlon bin ich irgendwie immer noch ganz schön platt und habe noch keine Lust auf seriöses Training, große Pläne (außer vielleicht das RegioLigafinale) habe ich dieses Jahr nicht mehr.

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2015/07/25 - 30. MüritzTriathlon 2-77-20,4km             >>>Ergebnisse
Pl.  Name  AK-Platz  ZEIT  Swim  T1  Bike  T2  Run
1.  Andreas Raelert    3:29:33  27:01(1.)  1:07(11.)  1:48:28(1.)  0:54(18.)  1:12:06(1.)
14.  Holger Dembowski  1.mAK45  4:12:01  38:39(48.)  1:15(21.)  2:03:58(14.)  0:46(6.)  1:27:25(10.)
30.  Ole Ditten  2.mAK50  4:28:37  37:58(39.)  1:38(42.)  2:05:30(19.)  1:36(80.)  1:49:12(62.)
80.  Pascal Picha  11.mAK30  5:14:33  45:43(83.)  3:51(98.)  2:26:46(80.)  2:11(93.)  1:56:05(74.)

>>>Link 

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Rennausgang


Männer:
Andreas Raelert - Rostock (3:29:33)

Mathias Dietze - Berlin (3:43:40).
Andre Stübs - Hamburg (3:50:48)

Frauen:
Rebekka Trukenmüller - Hamburg (4:18:32)
Franziska Tiex - Magdeburg (4:24:02)
Anne-Kathrin Litzenberg - Güstrow (4:29:24)

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Das Preisgeld von Platz 1 wurde übrigens gespendet für die Kinder-Palliativ-Initiative Mike Möwenherz. Der Veranstalter stockte diese Spende noch auf.

 

 

 

 

 

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