2003 Florida SteffenRada 04  2014spreewald steffen   2014neuruppin steffen   2014NeuruppinSteffen
2003 - IM Florida  2014 3. Platz beim Spreewaldtriathlon   2014 Sieg in Neuruppin - Medienstar ;-)

Zwar neigt sich die Saison dem Ende entgegen, denoch stehen einige spanende Entscheidungen ins Haus. Zum einen gibt es nächste Woche das große Regionalligafinale in Jena mit guten Aussichten für einige unserer Teams. Olaf startet bei der Sprint-Quadrathlon-WM im Rahmen des BerlinMan und der eine oder andere lange Kanten (Knappenman und Marathon) steht auch noch auf der Agenda.
Nach dem Thomas T. und Basti letztes WE ihre Ironman - Premiere in Kalmar (Schweden) gaben, ist am Sonntag ein alter Hase auf der Langdistanz in Kopenhagen am Start - Steffen will seine tolle Saison mit diversen Podiumsplätzen krönen - das Ziel ist sicher den meisten inzwischen bekannt. Hier ein kurzes Interview vor dem großen Tag.

Du hast das letzte Wochenende in Kopenhagen verbracht. Was stand auf dem Programm: Kleine Meerjungfrau, Christiana oder Schloss Christiansborg?
Steffen Rada: Was Du schon wieder alles weißt. Ich hatte nur Augen für die Rad- und Schwimmstrecke. Aber mir ist aufgefallen, dass Copenhagen eine echt tolle Stadt ist. Daran soll es also nicht liegen. Die Radstrecke ist gut machbar. Nur zwei Teilstücke a 30km sind etwas technisch. Schwimmen ist in klarem Meerwasser in einer Bucht. Laufstrecke konnte man nicht ablaufen, Zitat meines Guides: because of all these fucking german tourists..." Beim Laufen bin ich eh im Tunnel, ist also nicht so schlimm.

Am Sonntag. wird es ernst. Um 7 Uhr fällt der Startschuss zum IM Kopenhagen. Was überwiegt bei Dir momentan: Vorfreude oder Anspannung?
Steffen Rada: Um genau zu sein 6. Welle und 7:45 Uhr. Ich will endlich starten. Mixed Emotion, Angst, Chakka, Respekt und echte Vorfreude.

Die Zeiten im letzten Jahr waren brutal schnell. Uwe Rösch meinte, es ginge bei Dir in Richtung neun Stunden. Was hast Du Dir selbst vorgenommen?
Steffen Rada: Ach, der Uwe, der hat 1995 zum letzten mal in Jümme das "lange" Brett gebohrt. Der hat wohl vergessen, was 9h heißt. Nee, ich lass mir keinen Druck machen und 9h sind völlig illusorisch. Ich will einfach mein Bestes geben und mich für die vielen Trainingsstunden die ich der Familie und mir genommen habe rächen.

Es scheint, Du bist neben Christian Tölg d e r Tüftler des Vereins, der so lange herumprobiert, bis alles sitzt. Worauf hast Du in diesem Jahr den Fokus gelegt?
Steffen Rada: Also um ehrlich zu sein, habe ich es mir mit der Entscheidungsfindung ob LD oder nicht einfach gemacht. Wusste nur zu gut was das bedeutet. Es war klar, dass wenn ich es mache dann so das ALLES optimiert wird. Nachdem ich mit Diana gesprochen hatte und sie mir die "Erlaubnis" gegeben hat, habe ich viel überlegt und mir zum Grundsatz gemacht: "Gib dir im Training immer Mühe, dann gehts auch vorwärts." Am schlimmsten war es mit wenig Schlaf auszukommen und die Einheiten familienfreundlich zu planen. Gerade am WE wenn man auch mal ausschlafen wollte. Mein Fokus lag in der ersten Jahreshälfte ausschließlich auf Umfang. Und ich kann es bestätigen, es hilft, speziell auf dem Rad! Fehlendes Talent kann man zumindest auf der Langstrecke mit Fleiß ausgleichen.
Das dieses Jahr so super läuft konnte ich auch nicht ahnen. Das ich einmal den Bauerman (die eigentliche Vereinsmeisterschaft / Triathlon in Neuruppin) gewinne, war für mich ganzes großes Kino. Und eine Lohnvorschuss....
Ohne den Rückhalt in der Familie wäre so ein Jahr nicht möglich. Hier muss ich mich bei Diana bedanken, die mir diesen "Egotrip" ermöglicht hat. Selbst mein "großer" Lasse hat schon Verständnis für die wenige gemeinsame Zeit aufgebracht. Ich hoffe, dass ich möglichst viel wieder zurückgeben kann.

Worauf führst Du Deine überragende Form in diesem Jahr (mit etlichen Podiumsplätzen) zurück?
Steffen Rada: Es ist ein Puzzle und die Teile haben zusammengepasst. Gesundheit, eine tolle Familie, Fleiß, Ernährung, Überwindung, Freunde, Geld, Arbeit........

Vor zehn Jahren hast Du Dich in Florida für die WM auf Hawaii qualifiziert und bist dort mit Michael Richter an den Start gegangen. Welche Erinnerungen hast Du an das Rennen auf Big Island?
Steffen Rada: Oh man das war hart. Und hiermit meine ich nicht nur den Wettkampf, da war nur das Schwimmen schön. 2004 waren die wohl stärksten Winde der letzten 20 Jahre. Ich glaube ich war gerade noch so in der besseren Hälfte platziert. Für die gleiche Platzierung brauchte man die Jahre davor und danach jeweils 1h weniger. Aber auch das Umfeld war schwierig. Ich hatte im Job unheimlich viel Streß, unser Sohn war 6 Monate, also eher nicht selbstständig und im Vorfeld war ich auch öfter mal krank. Trotzdem oder deswegen habe ich so eine private Zeitschiene, vor 2004 und nach 2004. Hawaii war für mich ein echter Meilenstein.

Eine Woche später steigt in Jena das Finale der diesjährigen Regionalliga-Saison. Welches Szenario ist vorstellbar?
a) der Hawaii-Starter Steffen Rada rundet eine grandiose Saison mit einem furiosen Teamwettbewerb in Thüringen ab.
b) Steffen Rada stöbert im Internet nach günstigen Flügen in eine Ironman Destination seiner Wahl, um die Quali doch noch zu schaffen.
Steffen Rada:
a) ich nehme an Du meinst meinen Hawaiistart 2004 und für Jena werde ich wohl nicht in Frage kommen
b) ist definitiv keine Option. dann eher
c) check......Ich gehe mit meinem Sohn angeln und danach mit Diana Pilze suchen.

2003 Florida SteffenRada 06

2014 Havelberg Steffen   2014 Havelberg Steffen2    
2003 - Florida  2014 - auch im Team Top - 1.Platz in Havelberg   2014 - Havelberg